Sonntage

Morgens im Halbschlaf mit wohligen Gedanken aus dem Reich der Phantasie erwacht, die Wärme und die Leichtigkeit der Träume lässt nach, dein Bild verblasst. Ich habe dich gespürt, du warst dar, konnte dein Gesicht berühren, war kurz davor deine Lippen zu berühren. Versuche mich zu erinnern wie es war, mir vorzustellen wie es sein könnte. Bilder von dir kommen mir in den Sinn. Sehe vor mir, wie du deine Haare aus dem Gesicht streichst, wie du lächelst. Eine Träne rollt meine Wange hinunter, ich schmecke das Salz. Fühle mich leer und gefangen in einer Wüste, die mir Dinge vorspielt die es eigentlich nicht gibt. Stell mir vor wie es wäre zu dir unter die Decke zu kriechen. Es schmerzt alleine hier zu sein, bin hin und her gerissen. Habe die Orientierung verloren, weiß die Richtung nicht mehr. Alles zieht mich auseinander, der Druck wird zuviel. Könntest du doch hier sein und mich trösten, mich zu neuem Leben erwecken. Doch ich weiß immer noch nicht wie du aussiehst, mein Herz lässt es mich manchmal ahnen, doch ich weiß es nicht. Das letzte Mal ist immer noch wie eine Fessel, die mich hindert dich kennen zu lernen. Ich habe Angst dir mein Herz zu öffnen, spüre immer noch die Enttäuschung und den Schmerz. Wenn ich denke dich zu sehen, dann werde ich nervös. Mit ungeschickten Worten treibe ich dich weg von mir, denke du kannst durch mein Schutzschild schauen. Die künstliche Wand die mich umgibt, ist nur Fassade. Dahinter stehe ich und versuche Gefühle zu verhindern. Sie darf zumindest niemand sehen, denn verhindern kann ich sie nicht. Manchmal werfen sie mich mit aller Macht zu Boden. Nie mehr will ich zulassen zu verlieren, doch damit kann man auch nichts gewinnen und ich will dich auf meiner Seite gewinnen. Reiß meinen Schutzwall ein, aber die alten Wunden nicht auf. Nimm mich wie ich bin und zieh mich zu dir hoch. Mein Herz braucht dich. Ich hasse Sonntagmittage alleine hier, will nicht mehr nachdenken sondern daran, wie ich dir eine Freude machen kann. Will dich spüren können, mit dir Kraft tanken und Energie vebrauchen. Das Gleichgewicht in meinem Leben finden, mit dir als Ausgleichsgewicht. Zusammen die Balance halten und gemeinsam verschieben. Zusammen mit dir in die Sterne sehen und die Wüste verlassen. Nachts mit dir reden, mich tagsüber auf den Abend freuen. Und den Sonntagmittag nicht mehr alleine an dich denken...

20.7.08 16:35

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